Zeichen der Umkehr

Die Kirche hat die Umkehr-Forderung immer gepredigt -
und sich immer schwer getan, sie in ihrem konkreten Zeit-Bezug zu hören.
Ihre fortschreitende Vergesellschaftung im Wandel der Reiche
hat es ihr oft unmöglich gemacht, Zeichen der Umkehr zu sein.
Denn das hätte ja bedeutet, selber umzukehren: aus den Gefangenschaften
des Besitzes und der Macht in die Freiheit der Armut und Machtlosigkeit,
aus den Bindungen bürgerlicher Privilegiertheit in die Verfügbarkeit eines Daseins für alle.
Das Dilemma der fast zweitausend Jahre alten christlichen Umkehr-Predigt:
sie hat Patina angesetzt, ist längst Bestandteil des kirchlichen Inventars geworden,
dessen unbequeme Ecken und Kanten der Zahn der Zeit abgeschliffen hat.
So verliert sie ihren Stachel.
Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die hellhörig werden
und sich auf das Risiko der Umkehr einlassen.
Von ihnen lebt die Kirche, durch sie bleibt sie -
gegen mancherlei Widerstand - eine Umkehr-Bewegung.
                                                                                                            Joachim Garstecki

Zeitzeugen

Anselm Tietsch: Wir könnens ja nicht lassen

Am 21. September 2015 verstarb
Pfarrer i.R. Anselm Tietsch
im 100. Lebensjahr.
Seine Erlebnisse und Erfahrungen
aus sechs Jahrzehnten
können Sie hier nachlesen.

Biografie der Lotte Donski

Am 15. Februar 2011 verstarb
Lotte Donski aus Berlin
im Alter von 90 Jahren.
Was sie in neun Jahrzehnten
erlebte und erfuhr,
können Sie hier nachlesen.